Bad Reichenhall 14.05.16: Rechte Traditionspflege angreifen!

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Euer Verdrängen kotzt uns an!
NS Verbrechen benennen – Opfer entschädigen – Rechte Traditionspflege angreifen

Sa 14. Mai 2016 in Bad Reichenhall

12:00 Uhr Kurgastzentrum | Hearing: Die Verbrechen der Bad Reichenhaller Gebirgsjäger auf Kreta

17:00 Uhr | Antifaschistische Demonstration

rabatz | Autonome Vernetzung Oberbayern, Salzburg, Tirol

Aufruf 2016

Hintergründe & Informationen badreichenhall.tk

Libertäre Vorabenddemo in Dachau

Der 1. Mai stand wieder vor der Tür. Ein guter Grund, um sozialrevolutionäre Inhalte auf die Straße zu tragen und zu zeigen, dass man sich dem gegenwärtigen Rechtsruck zum Trotz diese nicht streitig machen lässt. Auch und gerade in der Provinz.
Der Rechtsruck fand in Stuttgart in Form des Programmparteitags der „Alternative für Deutschland“ seinen Ausdruck. Da dorthin bundesweit zu Protesten mobilisiert wurde, erwartete man ein geringe Teilnehmer_innenzahl in Dachau. Dennoch fanden sich am 30.04.16 über 50 Menschen, die unter dem Motto „Streiken, Besetzen, Kollektivieren: Kapitalismus funktioniert solange wir funktionieren“ lautstark durch die Straßen dieser Kleinstadt zogen. 45567 Aufgerufen hatten regionale libertäre Gruppen, die Basisgewerkschaft FAU München und RASH München. Los ging es um 19 Uhr am Bahnhof Dachau. Die Redebeiträge der Auftaktkundgebung behandelten Lohnarbeit, Klassenkampf und Solidarität. Trotz lockerer Stimmung wurde auf die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau am 29.04.1945 hingewiesen und eine Schweigeminute in Gedenken an alle Opfer des Naziterrors abgehalten. Mit der anschließenden Bestandsaufnahme der aktuellen Verhältnisse im Deutschland des Jahres 2016 wurde Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte, „Bürgerinitiativen“ ach so „besorgter Bürger“ gegen Unterkünfte, Pegida, AfD und Alltagsrassismus entschieden der Kampf angesagt. Weiterlesen

Heraus zum 1. Mai 2016

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30.04.16 | Vorabenddemonstration in Dachau
Streiken Besetzen Kollektivieren
Kapitalismus funktioniert solange wir funktionieren

19:00 Uhr | Dachau Bahnhof
Aufruf der libertären Gruppen in der Region München und der Basisgewerkschaft FAU München

Im Anschluss Konzert im Freiraum Dachau
offen ab 21.00 Uhr | Brunngartenstr. 7
Punkrock Live:
Drexxpack – Minipax – Sexxxbot
freiraum-dachau.de

01.05.16 | Block auf der DGB Demonstration in München
Das Problem heißt Kapitalismus

09:45 Uhr | DGB Haus, Schwanthalerstr. 64
Der 1. Mai ist weltweit der Kampftag aller arbeitenden Menschen. An diesem Tag gedenken wir der Opfer des Massakers 1886 auf dem Haymarket in Chicago, des Blutmais 1929 in Berlin und all derer, die täglich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen kämpfen müssen. Die Essenz des kapitalistischen Systems ist die Ausbeutung der Ressourcen Mensch und Ökosystem, dies betrifft uns alle.
Initiative Revolutionärer 1. Mai
AAUD – assoziation autonomer umtriebe [dachau] al[m] – antikapitalistische linke münchen FAU – Freie ArbeiterInnen-Union München GAM – Gruppe Arbeitermacht OASE – Kollektiv
kompletter Aufruf

Im Anschluss Revolutionäre 1.Mai Party
Kuchen, VoKü, Bücher
15:00 Uhr | Glockenbachwerkstatt, Blumenstr. 7
ab 18:00 Uhr Live Musik:
arm & hässlich – Gram – The Words That Make Us Murders – Maggie on the Roxx – Tatjana Banez

Vorabend-Demonstration in Dachau zum 1. Mai 2016

Die libertären Gruppen in der Region München und die Basisgewerkschaft FAU München rufen zum diesjährigen 1. Mai zu einer Vorabend-Demonstration in Dachau auf

1.Mai.Klassenkampf-1 (klein)
30.04.2016
19:00 Uhr
Bahnhof Dachau Vorderseite

Lohnarbeit bedeutet den Zwang, jeden Tag morgens aufstehen und am Ende des Monats dennoch jeden Cent umdrehen zu müssen. Sie bedeutet Leistungsdruck und
Unterordnung. Lohnarbeit ist auch immer öfter eine prekäre Beschäftigung. Sie zwingt uns zu Lohndumping und oft in Leiharbeitsverhältnisse. Mittlerweile müssen fast alle Lohnarbeitenden auch mit der Unsicherheit leben, ob ihre Arbeitsverträge verlängert werden. Obwohl in einer Wohlstandsgesellschaft lebend, müssen sich viele einen Zweitjob suchen, um irgendwie über die Runden zu kommen. In der Arbeit werden die Lohnabhängigen auseinanderdividiert, beispielsweise nach Lohngruppen, nach Qualifikation oder durch Auslagerung in Untergesellschaften. Genauso werden „Deutsche“ und „Nicht-Deutsche“ gegeneinander ausgespielt. Die Lohnarbeit nimmt einen Großteil des Lebens der Menschen ein, das heißt sie stiehlt ihnen kostbare Lebenszeit.
Gleichzeitig bedeutet Lohnarbeit, dass ein Großteil des Lohns für hohe Mieten draufgeht. Weiterlesen

Afd in Geretsried am 12.3. mit extrem rechter Beteiligung

Nein hier geht es nicht um den absehbaren Wahlsieg der „Alternative für Deutschland“ (Afd) bei den gestrigen Landtagswahlen. Unter dem Motto „Zurück zu Recht und Ordnung – Nein zu Kanzlerherrschaft und Moraldiktatur“ rief die bayerische AfD am 12.03.16 zu einer Kundgebung in Geretsried (Landkreis Bad Tölz-Wolftatshausen) auf. Rein politisch war die Veranstaltung ein Reinfall. 150 Teilnehmende an der AfD Veranstaltung standen 1100 Gegendemonstrant_innen gegenüber. Unter den Teilnehmer_innen der AfD Kundgebung beteiligten sich extrem rechte Personen, sowie ganze Gruppen.

Bereits im Vorfeld mobilisierten Pegida und die völkisch rassistische „Identitäre Bewegung“ (IB) zur Teilnahme. Der AfD Kreisvorsitzende Oberbayern-Süd Mario Buchner entgegnete gegenüber der SZ im Vorfeld, dass beide Gruppierungen „rechtskonservativ und patriotisch“ seien. Sie ließen „nichts erkennen, wovon sich die AfD distanzieren“ müsse (Quelle: SZ München 08.03.2016). Weiterlesen

Antigen #9 erschienen – Betriebszeitung an den Amper Kliniken Dachau

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Aus einer Infomail der Unabhängigen Betriebsgruppe und einer Veröffentlichung auf Labournet

„Die Nr.9 der ANTIGEN beinhaltet schwerpunktmäßig den Druck mit dem Helios gegen die Beschäftigten vorgeht. Vor allem ein Beispiel einer Krankenschwester, die im Januar von der neuen Helios PDL widerrechtlich mündlich gekündigt wurde. Die Kündigung wurde umgehend für nichtig erklärt, als rechtliche Schritte eingeleitet wurden. Zusätzlich wurden über hundert Unterschriften im Betrieb gesammelt und der Klinikleitung übergeben, um die Kollegin zu unterstützen und ihr zu zeigen, dass sie nicht allein dasteht. Und, um klarzustellen, dass wir uns als Beschäftigte nicht einschüchtern lassen.
Weitere Inhalte: Druck gegen Reinigungskräfte: Unsaubere Methoden bei der Helios; Reinigung in Dachau; Druck gegen Service Personal: Schon gewusst?; Zahlen bitte: Ein Interview mit Karin Gräppi; Über Betriebsgruppen; Eine heldenhafte Kampagne.“

Ausgabe online lesen

mehr Informationen unter Labournet: Konflikte und Arbeitskämpfe im Gesundheitswesen in diversen Kliniken

Rassismus bricht sich Bahn in Dachau

Auf einer Informationsveranstaltung über geplante Flüchtlingsunterkünfte lassen dreiviertel der rund 600 Anwesenden ihrer aggressiven Ablehnung gegenüber Flüchtlingen freien Lauf. Eine Vertreterin des Arbeitskreis Asyl wird ausgebuht. In einem anonym im Stadtteil verteilten Flugblatt wird zum „Widerstand“ und zum „Kampf“ „für den Erhalt unserer sicheren Heimat“ aufgerufen. Nein, wir befinden uns nicht in Sachsen, sondern in Dachau!

So geschehen auf einer Asylinfoveranstaltung am 28.01.2016 im Ludwig-Thoma-Haus. Im Stadtteil Augustenfeld soll eine Traglufthalle für 300 Flüchtlinge, im Stadtteil Dachau-Süd Container für 120 Flüchtlinge errichtet werden. Im Vorfeld wurde jenes Flugblatt in Dachau-Süd verteilt und zur Teilnahme an der Veranstaltung aufgerufen. Der Saal war randvoll, die Stimmung von Anfang an aggressiv. Weiterlesen

Chronik 2015 zu rechten Aktivitäten und rassistischen Vorfällen in Dachau und Landkreis

Am 12. Januar findet in München der erste „Bagida“-Aufmarsch („Bayern gegen die Islamisierung des Abendlandes“) statt. Mit einer Beteiligung von 1500 Leuten ist es der größte rechte Aufmarsch in München seit der Neonazi-Demonstration gegen die Wehrmachtsausstellung 1997. Unter den Teilnehmenden befinden sich neben Akteur_innen aus sämtlichen Schattierungen der extremen Rechten insgesamt an die 200 Personen aus dem Neonazispektrum, darunter eine geschlossene Gruppe von 70-80 Neonazis der Partei „Der Dritte Weg“ (ehemals „Freies Netz Süd“). Die Gruppe versucht, als sie nach der Demonstration von der Polizei vom Stachus Richtung Hauptbahnhof wegeskortiert werden, Gegendemonstrant_innen anzugreifen. Mit dabei in der Gruppe ist der aus Arnbach im Landkreis Dachau stammende Christian L.. Im Untergeschoss des Hauptbahnhofs gelingt ihnen der Durchbruch durch ein Polizeispalier. Sie schlagen auf Gegendemonstrant_innen und unbeteiligte Passant_innen ein. (Quelle: Antifa)

Die Neonazis der Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ führen am 28. Februar eine Kundgebung mit 25-30 Personen in München-Giesing unter dem Motto „Stoppt den Völkermord an uns Deutschen“ durch. An der Veranstaltung beteiligt sich neben Christian L. auch Simon H. (Petershausen), der mit Sina K. (Freising) ein Transparent des „Dritten Weg“ hält. H. war im November vergangenen Jahres als dilettantischer Spitzel der Neonazis in der antifaschistischen Linken aufgeflogen (siehe hier und hier). (Quelle: Antifa) Weiterlesen

09.01.2016: Gegen den Aufmarsch der „Identitären Bewegung“ in Freilassing

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Erneut will die völkisch rassistische „Identitäre Bewegung“ (IB) in
Freilassing aufmarschieren. Nach ihrer offenen Teilnahme an der
Anti-Flüchtlingsdemonstration der AfD am 17.10.2015, an der auch
Neonazis des „Dritten Wegs“ mitlaufen durften,
organisierten „Identitäre“ aus Bayern, Salzburg und Wien am 12.12.2015
unter dem Motto „Wir sind die Grenze“ eine eigene rassistische
Demonstration mit 150 bis 200 Teilnehmenden, an der sie an einer
Flüchtlingsunterkunft einen Redebeitrag halten konnten, um dann bis zur
deutsch-österreichischen Grenze zu marschieren. Dort hielten sie eine
Abschlusskundgebung ab und behaupteten die Grenze symbolisch für einen
Moment wieder geschlossen zu haben. Weiterlesen

11.01.2016: Pegida die Party vermiesen! Antifa in die Offensive

18 Uhr | Sendlinger Tor

Aufruf der Antifa NT

„Am 12. Januar 2015 marschierte zum ersten Mal der Münchner Pegida-Ableger in der Innenstadt auf. Begleitet von großen und breiten Gegenprotesten lief das Who-is-Who der bayerischen Naziszene neben „Pi-News“-Leserschaft und den Fans kruder Verschwörungstheorien. Möglich war dies nur durch einen – immer noch andauernden – wahnwitzigen Einsatz staatlicher Gewaltmittel. Was zuvor noch schwer vorstellbar schien – eine Allianz sämtlicher Spielarten der extremen Rechten – sollte sich allen Widersprüchen und inhaltlichen Differenzen zum Trotz unter dem Schutz der Münchner Polizei fest etablieren. Weiterlesen