Streik migrantischer Logistikarbeiter_innen in der Lombardei, Italien

aufruf_gegen_hm
Dossier bei Labournet (laufend aktualisiert)

Die Streikwelle der migrantischen Logistikarbeiter_innen in Italien hat sich auf H&M ausgeweitet. Der Streik hat am 28. Juli in dem Standort Stradella bei Pavia begonnen und sich im August auf Casalpusterlegno ausgeweitet. Die Forderungen sind: normale Arbeitszeiten, ein Ende der Praxis, am Abend vorher zu erfahren ob man am nächsten Tag arbeitet oder nicht, unbefristete Vollzeitverträge und die Einhaltung des Nationalen Tarifvertrages, der Mindeststandards für die Arbeit in den Warenlagern festlegt.

„Es ist wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. 11 Stunden Schichten, Arbeit auf Abruf, die Arroganz der Arbeitgeber, die die Regierung hinter sich haben. …und wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, harter Kampf ohne Angst, und die Lieder der revolutionären und proletarischen Bewegung, die unser Land aufgebaut hat, kommen zurück.“ (von der Facebookseite von SICobas Piacenza)

SI Cobas hat in allen XPO Lagern in Italien (XOP macht die Logistik für H&M in Italien) zum unbefristeten Streik aufgerufen!

In diesem Video vom 20. August 2016 sehen wir eine Blockade des H&M Werkes in Casalpusterlegno, Lombardei. Die Streikenden stehen ihren Kolleg_innen gegenüber, die zur Schicht gehen wollen, dann aber in kleinen Grüppchen überlaufen.

Boykottaufruf gegen H&M Weiterlesen

7. & 8.10.16: Anti Pogorausch – Siempre Antifa Festival in Dachau

Smash the greyzone!!

Freiraum Dachau
Brunngartenstraße 7
freiraum-dachau.de
Beginn der Konzerte jeweils ab 20:00 Uhr

Tagesticket jeweils 5 Euro
Festivalticket 8 Euro

455635656

Programm Freitag, 7.10.16:

ab 20:00 Uhr:
Marasma General (Skatchanka/ Milano, Italy)
T Killas (Mod-Ska/ Aschaffenburg, BRD)
Feccia Rossa (Punx-Oi!/ Verona, Italy)
danach Musik vom Plattenteller mit DJ GioSkaRocksteady (Brescia, Italy)

Programm Samstag, 8.10.16:

geöffnet ab 18:00 Uhr zum Reggae Biergarten

ab 20:00 Uhr:
Kroska (Antifascist Oi!/ Tolosa, France)
Rötten Shock (Corazónpunk/ München, BRD)
Skassapunka (Ska-Punk/ Milano, Italy)
Weiterlesen

We are one: Refugee Proteste am Sendlinger Tor

Originalveröffentlichung bei refugeestruggle.org

12.09.16:
„Wir sind Non-Citizens. Das heißt, wir sind entrechtete Menschen, die innerhalb dieser Gesellschaft als Außenseiter*innen leben. Mit unserem Protest wollen wir diesen Status überwinden.

Trotz aller Gefahren der Flucht waren wir gezwungen, unsere Heimatländer zu verlassen. Denn dort herrschen menschenunwürdige Bedingungen, wie Krieg, Repression, Diskriminierung und Armut. Viele von uns sind bei diesem Versuch ums Leben gekommen, weil die europäischen Staaten an ihren Grenzen Mauern gezogen haben. Auf diesem Weg sind viele Kinder verschwunden.
Wir haben es geschafft, nach einer unerträglichen Reise in Deutschland anzukommen. Unser einziger Wunsch war, als Menschen behandelt zu werden. Doch uns wurden die demokratischen Rechte nach etlichen Asylrechtsverschärfungen entzogen und wir stehen aufgrund der rassistischen Hetze und der Einsperrung in den Erstaufnahmelagern in Isolation zum Rest der Gesellschaft. Vielen von uns droht die Abschiebung.

Unsere Stimme bleibt ungehört, obwohl alle Zeitungen tagtäglich in ihren Schlagzeilen von der sogenannten Flüchtlingskrise sprechen.
Deshalb haben wir uns selbstorganisiert und die Lager verlassen. Wir möchten mit der Gesellschaft in Dialog treten. Wir laden Münchener*innen und insbesondere die Presse, die Parteien und die Gewerkschaften ein, mit uns zu sprechen, um diesem menschenunwürdigen Zustand gemeinsam ein Ende zu setzen.“

Wir fordern:
– Sofortiger Stopp aller Abschiebungen
– Politische Anerkennung aller Asylanträge

Weiterlesen

Refugees besetzen Sendlinger Tor Platz

Meldung von refugeestruggle.org

6767788

Nach einer kraftvollen Demonstration am 7.9.16 durch München entschieden sich ca. 50 geflüchtete Menschen den Sendlinger Tor Platz zu besetzten.

Gegen 15:00 Uhr begann die Demonstration mit mehrsprachigen Slogans, wie „1-2-3-4 alle Menschen bleiben hier“, „Sadda haq aethey rakh“ oder „Solidarité avec les sans-papiers“ am Stachus/ Karlsplatz. Menschen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern schlossen sich zusammen, um für ihre Rechte zu kämpfen.

Auch wurden die Probleme der geflüchteten Frauen unter Beifall zu jenen Problemen erklärt, gegen die sich der gesamte Protest ausspricht. Weiterlesen

„Dritter Weg“ Kundgebung am 16.07. in Fürstenfeldbruck

Die Neonazi Kleinpartei „Der Dritte Weg“ hat für den 16.07.16 kurzfristig
eine Kundgebung in der Innenstadt von Fürstenfeldbruck angemeldet.
Direkt am zentralen Punkt der Hauptstraße vor einer Sparkasse. Gekommen
waren 15 Neonazis, darunter führende Kader der Partei bzw. des
verbotenen „Freien Netz Süd“. Erst am Vormittag wurde das Vorhaben
bekannt. Lokalpolitiker_innen mobilisierten binnen weniger Stunden über
soziale Netzwerke zum Gegenprotest.
Dieser fiel dann auch lautstark aus. Es protestierten über 60 Menschen,
die SZ spricht von 80, der Merkur gar von 100. Die Reden wurden durch
Trillerpfeifen, Buh Rufe und „Nazis Raus“ Sprechchöre übertönt. Die
Neonazis hielten ein Transparent und Schilder mit der Aufschrift
„Asylflut stoppen“. Sie hetzten gegen die Flüchtlingsunterkunft im
Fliegerhost Fürstenfeldbruck und Flüchtlinge generell. Weiterlesen

Gegen die AfD Veranstaltung am 04.07.2016 in Dachau

Kein Platz für rassistische Hetze und Chauvinismus

Am 04. Juli möchte die rechte „Alternative für Deutschland“ erneut eine Veranstaltung im Ludwig-Thoma-Haus in Dachau abhalten. Bei der letzten Veranstaltung in Dachau am 28. Oktober 2015 gab es erheblichen Protest. Wir werden ihnen wieder keine Ruhe lassen!
Bereits letztes Jahr stellte die AfD ein Dach für verschiedene rechte Milieus dar. Der innerparteiliche Rechtsruck setzt sich seitdem unvermindert fort. Die AfD bewegt sich im Spannungsfeld zwischen autoritär reaktionärem Konservatismus und einem völkisch rassistischen Nationalismus. Von der permanent betriebenen Hetze gegenüber Asylsuchenden profitiert die Partei nicht nur in Form von Wahlergebnissen. Sie mobilisiert ihre Anhänger_innenschaft zunehmend auf die Straße und übt den Schulterschluss mit weiteren Akteur_innen der extremen Rechten.

Treffpunkte: 18:30 Uhr Augsburger Str., Ecke Wieninger Str.
18:30 Uhr Buntes Fest des Runden Tisch gegen Rassismus am Rathaus
Beginn AfD Veranstaltung: 19:30 Uhr „Ist das Asylrecht noch zu halten?“ Referent Ulrich Vosgerau

Weiterlesen

Dossier zum Widerstand gegen das neue Arbeitsgesetz in Frankreich

1037255119
„Der Kampf gegen das neue Arbeitsgesetz in Frankreich dauert nun schon Monate an – und verändert die politische Landschaft des Landes – auch die Gewerkschaftspolitische. Pole bilden sich in der Gewerkschaftsbewegung heraus – anders als (selbstverständlich) in der BRD bei Hartz IV, anders aber auch als in Italien, wo der Widerstand gegen den Loi travail ähnlichen „Jobs Act“ weitgehend auf die Basisgewerkschaften beschränkt blieb.“

Ausführliches und stetig aktualisiertes Dossier auf LabourNet
Weiterlesen

Am 5. Juni 2013 wurde der Antifaschist Clement Meric in Paris von Neonazis ermordet

5646
„Der 18jährige Antifaschist Clément Méric wurde am Nachmittag des 6. Juni 2013 im Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpétrière für klinisch tot erklärt. Er war knapp 24 Stunden zuvor in der Nähe des Saint Lazare-Bahnhofs von neonazis­tischen Skinheads angegriffen und schwer verletzt worden, noch am Abend wurde der Hirntod festgestellt. Am darauffolgenden Tag ergab eine Autopsie, dass er nicht – wie zunächst vermutet – am Sturz mit dem Hinterkopf gegen einen Pfosten gestorben war, sondern direkt an den Folgen der erlittenen Schläge. Die Schläge ins Gesicht hatten das Nasenbein getroffen und dabei eine Gehirnerschütterung sowie Hirnbluten ausgelöst.

Das Opfer, der 18jährige Clément Méric, war vor kurzem aus Brest in die französische Hauptstadt gezogen und studierte an der politikwissen­schaftlichen Hochschule Science-Po. Nachdem er zuvor bei der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft CNT organisiert gewesen war, wurde er an der Hochschule in der linken Studierendengewerkschaft SUD-Etudiants aktiv. Er war ferner Mitglied der linksradikalen Action antifasciste Paris-banlieue.“

Artikel im Antifa Infoblatt Nr. 99

Action Antifascite Paris Banlieue

Demonstration für Gewerkschaftsfreiheit durch Berlin

Bericht der FAU Berlin | berlin.fau.org

4678
Unter dem Motto „Gewerkschaftsfreiheit statt Klassenjustiz“ zogen am Samstag rund 300 Personen lautstark durch Berlin-Mitte. Zur Demonstration aufgerufen hat die anarchosyndikalistische Basisgewerkschaft Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) Berlin.

Rund 300 Personen folgten am Samstag einem Demonstrationsaufruf der FAU Berlin. Unter gleißender Sonne zog die außerordentlich lautstarke Menge vom Hackeschen Markt via Oranienburger- und Friedrichstraße vor die Französische Botschaft beim Brandenburger Tor und schließlich zum Einkaufscenter „Mall of Berlin“. Die DemonstrantInnen forderten nicht nur die sofortige Zahlung ausstehender Löhne für einen Gastronomie- und sieben Bauarbeiter, sondern protestierte auch gegen den Versuch der Unternehmerseite, die Gewerkschaft mittels einstweiligen Verfügungen und Strafanzeigen gegen AktivistInnen zum Schweigen zu bringen. Weiterlesen